Kaminofen

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Hersteller

TermaTech 54

Olsberg 49

Novaline 41

Spartherm 22

Oranier 20

Nennwärmeleistung Ofen

5 kW 64

6 kW 44

7 kW 29

8 kW 10

über 8 kW 4

Ofenausstattung

Drehbarkeit 5

mit Backfach 2

mit ext. Luftanschluss 134

mit Holzfach 133

mit Speicherkern 14

Ofenverkleidung

Glasfront 7

Granit 5

Kalkstein 2

Keramik 43

Naturstein 31

Preis
EUR
EUR
Ausverkauf

Ausverkauf 7



Kaminofen


Die Renaissance des Holzfeuers


Bereits seit mehr als 400.000 Jahren verwenden die Menschen den natürlichen Rohstoff Holz zur Wärme- und Energiegewinnung. Durch die begrenzten Reserven der fossilen Energieträger Öl, Erdgas, Braun- und Steinkohle erlebt die Holzfeuerung in den letzten Jahrzehnten eine spürbare Renaissance. Ein Grund dafür ist sicherlich ein gestiegenes Umweltbewusstsein, denn Holz verbrennt als nachwachsender Rohstoff CO2-neutral; außerdem ist Kaminholz ein preisgünstiger und gut zu lagernder Brennstoff, von dem keine Umweltgefährdung ausgeht.


In einem Kaminofen kann ein Ster beziehungsweise ein Raummeter trockenes Hartholz die Wärmeleistung von rund 200 l Heizöl in einer normalen Ölheizung ersetzten. Besonders in den Übergangszeiten Herbst/Winter und Winter/Frühjahr stellen Kaminöfen eine gute Alternative zur konventionellen Heizungsanlage dar, weshalb ein moderner Holzofen in vielen Neubauten zur Standardeinrichtung gehört. Zusätzlich erzeugen das flackernde Feuer, das Knacken der Scheite und der Geruch nach Holz eine gemütliche Atmosphäre in den Wohnräumen, sodass der Bereich des Kaminofens zum beliebten Treffpunkt wird, genauso wie früher das Lagerfeuer.

 

Vom Kanonenofen zum Designerstück – die Entwicklung der Kaminöfen


In einer langen Reihe von einfachen Lagerfeuern über offene Kamine und gemauerte Kachelöfen bis hin zu eisernen Kanonenöfen (Cheminées) bilden die modernen Kaminöfen aus Stahlblech einen würdigen Abschluss. Entscheidend für die Entwicklung war die Verwendung von Platten aus Gusseisen, die erstmals von dem dänischen Unternehmen Rais im 15. Jahrhundert zur besseren Wärmeabstrahlung an der Rückwand offener Kamine angebracht wurden. Durch die überwiegende Benutzung im nordeuropäischen Raum erhielt diese Ofenart auch die Bezeichnung Schwedenofen.


In Mitteleuropa entwickelten die Schweizer etwa zur gleichen Zeit eine Variante des Kachelofens, indem sie ebenfalls durch Eisenplatten die Ausmaße der damals riesigen Kachelöfen reduzierten. Ein historischer Vorläufer war der sogenannte Leuchtofen, der am Beginn des 20. Jahrhunderts von Nordamerika nach Europa kam. Dieser gusseiserne Ofen besaß eine geschlossene Brennkammer mit einem Sichtfenster aus transparenten Glimmerplättchen, während vorher nur kleine Durchbrüche z. B. in den Verzierungen einen Blick auf das Feuer erlaubten; heute besteht das Material der Sichtscheibe aus hitzeresistenter Glaskeramik. Im Lauf der Zeit hat sich das Aussehen der Öfen gewandelt, wobei das Design an den jeweiligen Zeitgeschmack angepasst wurde.

 

Der Kaminofen – traditionelle Wärme für moderne Wohnungen


Das Funktionsprinzip eines Ofens basiert auf einem geschlossenen Brennraum, der von einem Gehäuse aus Stahlblech oder Gusseisen umgeben ist. Die notwendige Verbindung mit dem Kamin bildet das Rauchrohr, das seitlich oder oben angeschlossen werden kann. Durch den Verbrennungsvorgang entsteht thermische Energie, die direkt als Strahlungswärme oder über Konvektion an die Umgebung abgegeben wird.


Speicheröfen enthalten im Korpus mehrere Steinelemente als Wärmespeicher, die über einen längeren Zeitraum die Wärmeenergie als Speicherwärme wieder ausstrahlen; auch eine äußere Verkleidung kann als zusätzliches Speicherelement dienen.


Der Brennvorgang im Feuerraum wird durch die Luftzufuhr geregelt. Die Primärluft tritt über die Aschenlade und den Ofenrost direkt in den Brennraum ein und stellt durch die Sauerstoffzuführung eine Verbrennung sicher, während die Sekundärluft aus Luftkanälen entlang der Brennkammer angesaugt wird; diese erhitzte Luft gelangt über das Holzfach in den Feuerraum und führt zur Entzündung bzw. Verbrennung der aus dem Holz austretenden Gase. Eine mögliche Zuführung von Tertiärluft bewirkt eine vollständige Nachverbrennung der Abgase und verringert den Ausstoß von Rauchgasbestandteilen.


Ein wichtiger Faktor bei der Verbrennung ist die Qualität des Kaminholzes, wobei nur trockenes, richtig gelagertes Brennholz mit einem Wassergehalt von maximal 16 % verwendet werden sollte; ein höherer Feuchtegehalt führt zur Versottung von Rauchrohr und Kamin. Als Feuerholz stehen Weichhölzer wie Pappel, Kiefer, Tanne oder Lärche zur Auswahl, beliebte Harthölzer sind Buche, Eiche, Schwarzkiefer und Hainbuche.


Eine Besonderheit stellt der Schwedenofen dar, der neben Scheitholz ursprünglich auch mit Kohle, Torf, Brikett oder Anthrazit betrieben werden konnte; dadurch eignete sich der ursprüngliche Schwedenofen im Gegensatz zu anderen Modellen besonders gut für Dauerbrand. Heute ist die Bezeichnung Schwedenofen dagegen in den meisten Fällen eine geläufige Bezeichnung für einen Kaminöfen.


Die einzelnen Hölzer unterscheiden sich im Hinblick auf Brenndauer, Flammenbild und Heizwert, sie sind deshalb für die Heizleistung von Kaminöfen ebenso entscheidend wie die Ofengröße. Im Fachhandel werden Ofenmodelle mit Wärmeleistungen zwischen 3 KW und 30 KW angeboten; für den privaten Bereich ist eine Feuerstätte mit 6- 8 KW ausreichend, um einen Wohnraum von 50-70 m² zu erwärmen. Der Wirkungsgrad eines normalen Kaminofensliegt bei 70-75 %, der Rest geht über die Abluft verloren.


Eine neue Generation von doppelwandigen Öfen enthält zusätzlich ein Wasserregister, weshalb diese Ofenmodelle mit dem Attribut „wasserführend“ versehen werden. Während des Brennvorgangs wird gleichzeitig mit der Wärmeabgabe auch Wasser über einen Wärmetauscher erhitzt und in den Brauch- bzw. Heizungswasserkreislauf eingespeist; dadurch ergibt sich eine Einsparung von maximal 50 % beim Öl- bzw. Gasverbrauch, während sich der Wirkungsgrad des Kaminofens durch die Wasserführung auf rund 80 % erhöht.

 

Die Qual der Auswahl – Modelle für alle Fälle


Die Optik der modernen Schwedenöfen unterscheidet sich deutlich von den ersten Ausführungen, geblieben ist jedoch bei den meisten Modellen die klassische Dreiteilung in Holzfach (unten), Brennkammer (Mitte) und Teefach (oben), wobei das Teefach als Wärmefach natürlich ebenfalls zum Warmhalten von Kaffee oder Glühwein genutzt werden kann. Die Formen variieren von rund über recht- und achteckig bis zu quadratisch; in der Regel weisen Öfen mit niedrigerer Wärmeleistung auch einen schlankeren Korpus auf.


Eine äußere Verkleidung ist nicht nur für die Wärmespeicherung ein wichtiger Faktor. Im Fachhandel sind unter anderem Verkleidungen aus Schiefer, Marmor, Keramikkacheln oder Speckstein erhältlich, sodass der Kaminofen an den jeweiligen Einrichtungsstil angepasst werden kann; für ein rustikales Ambiente eignet sich z. B. ein schlichtes Modell deutlich besser als ein exklusives Designermodell.


Eine Bodenplatte aus Metall, Stein oder Glas schützt empfindliche Böden vor Funkenflug beim Nachlegen der Holzscheite; eine drehbare Brennkammer als Sonderausstattung erlaubt den direkten Blick auf das Feuer aus verschiedenen Richtungen.

 

Nützlich, gemütlich und romantisch – Treffpunkt Schwedenofen


Neben der Umweltfreundlichkeit bietet ein Ofen für feste Brennstoffe zahlreiche weitere Vorteile. Das Feuer erwärmt durch die direkte Strahlungswärme den Wohnbereich deutlich schneller als eine konventionelle Heizung und schafft sofort eine gemütliche Atmosphäre. Die variablen Anschlussmöglichkeiten bieten große Freiheiten bei der Wahl des Stellplatzes; mit einem längeren Rauchrohr muss ein Ofen nicht direkt an der Wand platziert werden wie ein Kachelofen, er kann z. B. auch zentral im Raum stehen.


Ein weiterer Pluspunkt ist die Mobilität von Schwedenöfen; sie können bei einem Umzug relativ leicht abgebaut und in der neuen Wohnung wieder aufgestellt werden, auch eine Nachrüstung ist in Altbauten meistens problemlos möglich. Einen nicht zu unterschätzenden Faktor stellt die Aufwertung des Wohnbereiches durch einen Kaminofen dar; bei dem Kauf eines Kaminofens erhalten Ofenbesitzer noch eine kostenlose Zugabe – einen romantischen Treffpunkt.


Bei Fragen rund um das Thema helfen unsere Fachberater vom Schornsteinmarkt® Ihnen gerne weiter und stehen Ihnen bei der Auswahl und der Bestellung des passenden Models für Ihre individuellen Wünsche gerne zur Seite.

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Die häufigsten Fragen und Antworten zu den angezeigten Produkten


Wie läuft ein Garantiefall bei einem Kaminofen ab?

Die Kaminöfen haben abhängig vom Hersteller eine Garantie von 2- 5 Jahren (außer Feuerraumelemente). Diese weisen wir in der Produktbeschreibung aus.

Für den Fall, dass in diesem Zeitraum ein Schaden eintritt, wird dieser kostenneutral behoben. Die Schadenregulierung reicht dabei von der Ersatzteillieferung bis zum Komplettaustausch des Kaminofens.


Kann der Kaminofen zusammen mit anderen Feuerstätten an einem Schornstein betrieben werden?

Es ist möglich, einen Kaminofen zusammen mit bauartgleichen Feuerstätten an einem Schornstein zu betreiben. Wichtig ist, dass alle Kaminöfen Bauart 1 sind. Dies bedeutet, dass sie eine selbstschließende Tür haben und somit keine nennenswerten Anteile an Nebenluft in den Schornstein gelangt.

Darüber hinaus müssen alle angeschlossenen Feuerstellen für die Mehrfach- und/-oder Gemischtbelegung zugelassen sein. Es ist z. B. meist nicht möglich einen Pelletofen und einen Kaminofen zusammen an einem Schornstein zu betreiben.

Wenn das Gebäude mit einer kontrollierten Be- und Entlüftung ausgestattet ist, ist es grundsätzlich nur dann möglich mehrere Feuerstätten anzuschließen, wenn ein Unterdruckwächter (z. B. Ledatronic, Brunner USA-2) eingebaut wird.